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SUMMARY:Zeitzeug:innen erzählen: Erzählcafé im Altenberger Hof
DESCRIPTION:\nAm 06. Juni 2024 um 15 Uhr wird der Journalist, Autor und Shoah-Überlebende Peter Finkelgruen im Erzählcafé des Bundesverbandes Information &amp; Beratung für NS-Verfolgte e.V. von seinem Verfolgungsschicksal berichten.\n\n\n\nPeter Finkelgruen wurde 1942 als Kind einer jüdischen Flüchtlingsfamilie in Shanghai geboren. 1943 wurde der Stadtteil Hongkew von den japanischen Besatzern zum Ghetto für sogenannte staatenlose Flüchtlinge erklärt. Die Lebensbedingungen im Shanghaier Ghetto waren desaströs, es herrschten massive Überbelegung, Hunger und katastrophale hygienische Zustände. Peter Finkelgruens Vater starb noch im selben Jahr. Nach der Befreiung Shanghais kehrte Peter Finkelgruen mit seiner Mutter nach Prag zurück. Dort lebte Peters Großmutter Anna Bartl, die seinen Großvater Martin Finkelgruen in der gemeinsamen Wohnung vor den Nazis versteckt hatte. Sie wurde denunziert, deportiert und überlebte die Konzentrationslager Ravensbrück, Auschwitz und Majdanek. Martin Finkelgruen wurde infolge der Denunziation im Gestapo-Gefängnis Kleine Festung Theresienstadt ermordet.\n\n\n\nPeter Finkelgruen arbeitete nach seinem Studium u.a. als Rundfunkredakteur bei der Deutschen Welle. Erst nach vielen Jahren erfuhr er Näheres über die Umstände der Ermordung seines Großvaters. Daraufhin versuchte er unermüdlich, dessen Mörder Anton Malloth vor einem deutschen Gericht zur Anklage zu bringen. Seine damit verbundenen Erfahrungen dokumentierte er in den Büchern Haus Deutschland. Die Geschichte eines ungesühnten Mordes und Erlkönigs Reich. Die Geschichte einer Täuschung.\n\n\n\nDas Kölner Erzählcafé findet mehrmals im Jahr statt und steht Schulklassen, Jugendgruppen und anderen Interessierten offen. Bei Interesse an einer Teilnahme bittet der Bundesverband Information &amp; Beratung für NS-Verfolgte e.V. um eine kurze Voranmeldung unter 0221-179294-0 bzw. rex@nsberatung.de\n\n\n\nEintritt frei.\n\n\n\nGefördert durch die Bezirksvertretung Nippes.\n
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